Ein Beitrag unserer Gemeinderätin Melanie Fischer
Mit großer Freude haben wir den Antrag der CSU-Fraktion gelesen, indem sie dafür werben die Verwaltung zu entlasten und gleichzeitig die Verwaltung zu modernisieren. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns besonders für den aufschlussreichen Sachstand der IT in unserer Verwaltung.
Dem Antrag selber werden wir nicht zustimmen, weil wir uns hier der Empfehlung der Verwaltung anschließen, noch abzuwarten, bevor IT-Programme im Neufahrner Rathaus zum Einsatz kommen sollten (vermutlich noch 5 bis 8 Jahre). Die Verwaltung erklärt dies völlig zurecht damit, dass aktuell viele der KI-Systeme unausgewogen sind. Man muss daher mit Anfangsschwierigkeiten und Fehlern rechnen, die zusätzliche Arbeit für die Verwaltung bedeuten würden. Außerdem gibt es aktuell noch keine allgemeingültigen Regelungen und Handlungsanweisungen zum Umgang mit dem Datenschutz in Kommunen in Bezug auf KI-Systeme.
Ob auf diese Fragen und Probleme „Bayern-KI“ in ein paar Jahren auch Neufahrn weiterhelfen kann, ist aktuell nicht mit Sicherheit zu sagen. Und erste Anwendungsfälle in anderen Kommunen zum Umgang mit datenschutzkonformer Infrastruktur haben wir auf der Website von „Bayern-KI“ keine gefunden. Auch bietet „Bayern KI“ zur Zeit nicht die Möglichkeit konkreter Anwendungsbeispiele für Chatbots, Anwendungen bei fachlichen Fragen in Excel und Word oder Formulierungen von Schreiben oder Textbausteinen die rechtssicher sind (und tatsächlich die Verwaltung entlasten). „Bayern-KI“ steckt ganz offensichtlich hier selbst noch in den Kinderschuhen.
Aus diesen Gründen lehnen wir den Antrag aktuell ab.