2014 bis 2026 – 12 erfolgreiche Jahre

Franz Heilmeier, unser grüner Bürgermeister, im Interview

„Würdest Du mit Blick auf Deine 12 Jahre als Bürgermeister wieder für diese Aufgabe kandidieren?“

Franz Heilmeier: Ja, auf alle Fälle! Ich durfte mitten unter Menschen sein, die sich ehrenamtlich und hauptamtlich beeindruckend engagieren, weit über ihre Pflicht hinaus. Ich habe über Parteigrenzen hinweg Freundschaft und Kollegialität erfahren. Und ich konnte maßgeblich mitwirken an vielem, was in diesen 12 Jahren in unserer Gemeinde gewachsen ist.“

„Ein Blick zurück: Wie war die Lage, als Du 2014 angefangen hast?“

Franz Heilmeier: Ich habe 2014 keine einfache Situation übernommen. Der Gemeinderat war zerstritten, das Miteinander in der Gemeinde von Misstrauen geprägt. Die Gewerbesteuer lag bei nur 5 Millionen Euro. AVON- und Müllerbrotgelände waren verwaist. Es gab seit vielen Jahren keine Anstöße im sozialen Wohnungsbau. Die Ortsmitte galt als Problemfall. Um das Alte Mesnerhaus wurde gestritten. Energie- und Mobilitätswende wurden wenig beachtet.“

„Und heute? Wie steht die Gemeinde heute da nach 12 Jahren Grüner Bürgermeister?“

Franz Heilmeier: All dies hat sich grundlegend verbessert. Gemeinderat und Verwaltung arbeiten vertrauensvoll zusammen. Es herrscht ein Klima des Respekts, auch bei unterschiedlichen Meinungen. Gemeinsam und sachorientiert erarbeiten wir die richtigen Lösungen für Neufahrn und seine Ortsteile.“

  • Das NOVA-Gelände (ehemals AVON) ist voll belegt, ebenso das ehemalige Müllerbrotareal.
  • Wenn man den Durchschnitt der letzten drei Jahre nimmt, haben wir heute ein Gewerbesteuerniveau von 13 Millionen Euro – eine Steigerung von 160% gegenüber 2014.
  • Am Bahndamm entstand auf kommunalem Grund ein soziales Wohnbauprojekt.
  • Auf den neuen Kindergarten und die neue Krippe am Sportplatz bzw. am Keltenweg wurden erstmals Personalwohnungen gebaut.
  • Wir haben das Alte Mesnerhaus renoviert und zu einem Zentrum für Bildung, Kultur und Geschichtsforschung gestaltet.
  • Der Markplatz ist heute ein belebter Ortsmittelpunkt. 
  • In Fürholzen haben wir das Gemeinschaftshaus gebaut – ein hervorragend angenommener neuer Mittelpunkt des Ortes. In Giggenhausen unterstützen wir die Genossenschaft für den Erhalt des Metzgerwirtes.
  • Von der neu gebauten Turnhalle profitieren Schulen und Sportvereine.
  • Die zusammen mit Hallbergmoos getragene neue Musikschule und Volkshochschule werden so gut angenommen, dass wir neue räumliche Möglichkeiten schaffen müssen.
  • Wir haben das Busnetz innerhalb Neufahrns und in die Ortschaften der Gemeinde auf- und ausgebaut.
  • Die komplette Straßenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt.
  • PV Anlagen wie auf dem Schwimmbad oder an der Neufahrner Spange gingen in Betrieb. Das Fernwärmenetz wurde ausgebaut.“

„Ihr habt auch weitere Projekte angestoßen und Entscheidungen getroffen. Welche liegen Dir besonders am Herzen?“

Franz Heilmeier: Wichtige Projektentscheidungen, die wir schon getroffen haben, sind zum Beispiel

  • Neubau der dritten Grundschule
  • Eine 2026 startende Gewerbegebietsentwicklung am Autobahnkreuz Freising-Süd
  • die Verbesserung der Radverbindung im Industriegebiet
  • die Errichtung von Photovoltaikanlagen an der A 92
  • die Gewinnung von Geothermie.    

Besonders am Herzen liegt mir aber das parteiübergreifende gute Miteinander. In dieser Haltung haben wir mit politischem Anstand diskutiert und Entscheidungen getroffen. Das ist für mich die entscheidende Basis für eine wirklich gelungene Gemeindeentwicklung. Dass das auch in Zukunft so ist, ist mein größter Wunsch für meinen Nachfolger und den zukünftigen Gemeinderat.“

„Zum Abschluss: Wie sieht dein persönlicher Ausblick aus?“

Franz Heilmeier: Es gibt nicht viele Berufe, in denen man so vielfältig und so konkret Spuren hinterlassen kann. Wenn ich am 01.05. dieses Amt verlasse, werde ich das mit großer Dankbarkeit für das vielfach erlebte Engagement in Politik und Verwaltung, in Vereinen und Einrichtungen tun. Ich würde wieder für diese Aufgabe antreten. Nach den intensiven Jahren freue mich aber auch, wenn es in meinem Leben wieder mehr Zeit für Menschen und Dinge gibt, die kurz gekommen sind.“